Britischer Historiker wegen Aussage zu der Armenierfrage angezeigt
Die züricher Justiz ermittelt gegen den britischen Historiker Norman stone, da dieser in einem Artikel der Weltwoche die Armeniermassaker von 1915 nicht als Völkermord anerkannte. Ihm wird nun Rassismus vorgeworfen, Staatsanwalt Hans Maurer bezieht sich auf den “Rassendiskriminierungsartikel”
Stone gilt als einer der seriösesten Historiker Großbritanniens und war unter anderem Berater für Außenpolitik der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher. Er hat mehrere Kolumnen für verschiedene Zeitungen geschrieben, unter anderem auch für die FAZ.
In seinem Artikel bestreitet Stone nicht dass es Massaker gegeben hat, jedoch könne man diese Geschehen nicht als Völkermord einordnen, da armenische Truppen sich vorher mitten im Ersten Weltkrieg mit russischen Truppen verbündet haben und mehrere türkische Städte angegriffen und ihre Einwohner massakriert haben. Schätzungen gehen von 500.000 ermordeten Männern, Frauen und Kindern türkischer und kurdischer Herkunft aus. Die Geschehnisse ähneln eher einen Bürgerkrieg, so Stone.
Die schweizer Justiz sorgte für einen Skandal, als man den Parteivorsitzenden der türksichen Arbeiterpartei zu einer Geldstrafe verurteilte, weil dieser seine Meinung bezüglich der Geschehen öffentlich äußerte.
Nun hagelt es Kritik an der schweizer Justiz. “Wenn dies zum Anlass für ein Strafverfahren werden kann, dann stimmt etwas nicht mehr”, sagte der Chefredakteur der Weltwoche, Roger Köppel, und beklagte die fehlende Meinungsfreiheit.
Der schweizer Medienrechtsexperte Peter Studer ist ebenfalls verwundert über dieses Verfahren, und sagt dass ein solches Handeln den Umgang mit kontroversen, historischen Ereignissen verbietet.
15 Ländern haben die Ereignisse als Völkermord anerkannt. EU-Länder wie Dänemark, Großbritannien und Bulgarien haben offiziell bezweifelt dass ein Völkermord stattgefunden hat.
Unser Tip: Beim nächsten britischen Staatsbesuch in der Schweiz soll Premierminister Gordon Brown angezeigt und zur Höchststrafe von 3 Jahren verurteilt werden, da dieser Rassist erst im Dezember 2007 auf seiner Website verkundet hat, dass die Geschehnisse kein Völkermord waren.
Die nationalistische Schweizerische Volkspartei ist zur Zeit mit 30% die stärkste Partei des Landes. Beachtet man die ausländerfeindlichen Parolen und Webekampagnen dieser Partei, so scheinen solch absurden Gesetze nicht verwunderlich. Dass Rechtsextreme nicht auf Meinungsfreiheit, sondern auf Meinungsgleichstellung beharren ist ja bekannt. Das im Jahre 2008 jedoch einem britischer Historiker aufgrund seiner wissenschaftlich anerkannten Werke drei Jahre haft drohen, ist nur noch peinlich für die Schweiz.
Noch peinlicher ist die Definition von Rassismus. Ein Historiker der die Meinung der die Meinung des “Feindbildes” unterstützt wird wegen Rassismus angeklagt, die folgenden Plakate jedoch sind überhaupt nicht rassistisch, in keinster Weise.


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