Wie geht es wirtschaftlich weiter im Kosovo?
Laut Volkan Türk Vural, Vorsitzender der Wirtschaftsabteilung des türkischen Aussenministeriums, stammen 90% aller Konsumgüter im Kosovo aus der Türkei. Genaue Zahlen seien nicht verfügbar, da bisher das Aussenhandelsvolumen mit dem Kosovo in der Serbien-Statistik aufgeführt wurde. Offiziell ist Serbien größter Handelspartner des Kosovo. An zweiter Stelle liegt Mazedonien und an dritter Stelle die Türkei. Jedoch stammen 70% der Waren, die von Mazedonien importiert werden aus der Türkei, sodass die Türkei inoffiziell grösster Handelspartner des Kosovo ist.
Direkte Investitionen seitens türkischer Firmen im Kosovo konnten paralell dazu nicht mithalten. Vural begründet dies mit der Unfähigkeit seitens des Kosovo Investitionsgarantien für die Unternehmen abzugeben. Seit der Unabhängigkeit gäbe es nun aber ein politisches Klima, dass türkische Investitionen begünstige. Neben der TEB-Bank, die im Januar ihre erste Vertretung in Pristina eröffnete und 35 weitere Vertretungen im Land plant, wird auch die die albanische Kombetare Tregtare Bank, deren Mehrheitsanteile bei der türkischen calik liegen, im Kosovo Vertretungen öffnen, sodass Finanzierungen für türkische Investitionen attraktiver werden.
Die technische Universität METU / ODTÜ in Ankara hat nach Aussagen von Prof. Dr. Ural Akbulut Vorbereitungen aufgenommen im Kosovo einen Campus der Universität zu errichten. Da man eine staatliche Universität sei, liege die Entscheidung aber bei der Regierung in Ankara.
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